Eine Studienreise in die Schweiz

Eines der „TOP TEN“, worauf die Schweizer mit Recht stolz sind, ist der Gotthardtunnel, der längste Tunnel der Welt, welcher im letzten Jahr in Betrieb genommen wurde. In der Slowakei sprach man auf zwei Veranstaltungen über ihn. In Bratislava war das Mai-Networking-Treffen, der „Swiss Evening 2016“ von der Handelskammer Schweiz – Slowakische Republik thematisch auf das Potential des Eisenbahntransports und auf die Tourismusförderung in der Schweiz fokussiert. Im November 2016 organisierte die Prešov-Regionalkammer SOPK in Kooperation mit der Handelskammer Schweiz – Slowakische Republik in der Hohen Tatra eine Konferenz mit dem Namen „Unterirdische Brücken, die verbinden“. Auf beiden Veranstaltungen fesselte die Aufmerksamkeit mit seinem Auftritt Herr Petr Čermák, ein aussergewöhnlich guter Kenner des Schweizer Eisenbahnbauwesens. In Bratislava widmete er sich dem noch nicht eröffneten Gotthardtunnel im Rahmen der Präsentation „Schweiz – die 10 TOP TEN eines Eisenbahnparadieses“. Nach der Eröffnung des Gotthardtunnels, an der er ein direkter Teilnehmer war, kehrte er in die Slowakei mit einem speziellen Auftritt zurück, auf dem er die technischen Informationen mit seinem persönlichen Erlebnis hat zusammenfliessen lassen. Diese detaillierte Information über die „Weltmeister im Eisenbahnbau und der Nutzung des Zugtransports in Gebirgsbedingungen“ führte zu der Idee, eine Studienreise in die Schweiz zu organisieren, die auf die Verkehrslogistik und auf die Weiterentwicklung des Reiseverkehrs in einer Gebirgslandschaft orientiert ist.

„Never change the winning team“ dies gilt auch in diesem Falle, und so erstellte Petr Čermák ein intensives Studienprogramm, bei dem er seine persönlichen Kontakte und Erfahrung zu Nutze machte – sowohl bei der Vorbereitung der Reise, als auch während ihr. Die Zielgruppe waren natürlich die Vertreter des Unternehmehrbereichs, der Hochschulen und der Selbstverwaltung im Gebiet der Hohen Tatra. Da die Hohe Tatra ist als ein grenzübergreifendes Komplex zu sehen ist, war die Studiengruppe slowakisch – polnisch gemischt.

Das Programm begann im Verkehrshaus in Luzern, in dem grössten Verkehrsmuseum mit einem Workshop an, unter der Teilnahme I.E. A. Elschekova Matisova, der Botschafterin der Slowakei in der Schweiz. Die Herren Federico Sommaruga (Swiss Tourism) und Thomas Hoffmann (Swiss Travel System) informierten über erfolgreiche Projekte zur der Reiseverkehrsförderung in der Schweiz. Nach dem Einführungsworkshop bestätigten sich die Teilnehmer der Studienreise die Vorteile vom Swiss Travel Pass, eines pauschalen Reisetickets, welches für Züge, Busse, Schiffe und viele Seilbahnen und Zahndrahtbahnen und sogar für Museen gültig ist. Dank dem Swiss Travel Pass fuhren die Teilnehmer im Laufe eines einzigen Tages durch den alten Gotthardtunnel, besuchten den Samstagsmarkt und die Burg in Bellinzona, kehrten durch den neuen Gotthardtunnel zurück, stiegen mit der steilsten Zahndrahtbahn auf der Welt auf den legendären Berg Pilatus hinauf (2 132 M ü.d.M., die Steigung /das Gefälle der Trasse ist 48%), um am Ende des Tages es zu schaffen, gerade noch die abendliche Schönheit der Stadt Luzern zu geniessen.

Nach der Fahrt auf den Gornergrat, der ganzjährlich mit der Zahndrahtbahn Gornergratbahn zugänglich ist und dem Seilbahnaufstieg auf das Kleine Matterhorn, haben sich die Teilnehmer der Studienreise mit der Geschichte und den Prinzipien der Tourismusentwicklung in Zermatt bekannt gemacht. Aus der Präsentation von Hansjürg Michel, des Marketingmanagers der Zermatt Bergbahnen, haben sie die Wichtigkeit einer klar festgelegten, lokal unterstützten, schrittweise aufgebauten und der durchgehend durchgesetzten Vision der Touristikentwicklung begriffen.

Auch ein kurzer Aufenthalt in der Schweiz kann sehr viel an neuer Erfahrung bringen. Zusammen mit einem grossen Respekt zu den verwirklichten Projekten und den einzigartigen technischen Lösungen wurden sich alle dessen bewusst, dass die Schweizer ihr Land lieben, und es aus diesem Grund schützen wollen und auch können. Die unzählige Menge an Tunneln löst auch die Logistik- und Umweltprobleme. Die Schweizer sind sich dessen bewusst, dass die umweltfreundlichen Verkehrs formen eine Zukunft haben, dass die Investitionen in den Naturschutz unvermeidbar und dass sie im Endeffekt rentabel sind. Selbst der aller reichste Besucher in Zermatt akzeptiert den Transport im Dorf ausschliesslich mit Hilfe von speziellen Elektromobilen und den Verbot einer Beförderung mit sonstigen Verkehrsmitteln. Die ausländischen Besucher schätzen den Komfort vom Swiss Travel Pass, der auf dem Gebiet der ganzen Schweiz gilt und einen komfortablen Transport mit verschiedenartigen, gegenseitig perfekt verknüpften Verkehrsmitteln ermöglicht. So wird die Weiterentwicklung auch von weiter entfernten Gebieten unterstützt und durch den Eintritt in ca. 500 Museen bekommt die traditionelle Touristik der Naturschönheiten wegen auch eine weitere, kulturelle Dimension.

Unser Hochgebirge – die Hohe Tatra - ist für uns ebenfalls einzigartig. Sie erlebt eine Entwicklung und ein grosses Interesse seitens der Touristen. Der Swiss Travel Pass, Gotthard und Zermatt sind deshalb für uns eine Geschich­te und ein Anreiz zum Nachdenken. Jetzt ist die richtige Zeit, sich über die Zukunft der Hohen Tatra Gedanken zu machen und ihre weitere Entwicklung zu definieren. Können auch wir in der Slowakei in erster Reihe an den Komfort der Besucher denken? Können auch wir den Traum von der Verbindung zweier Länder verwirklichen und die slowakische und die polnische Seite der Hohen Tatra mit einem Tunnel verbinden? Können auch wir uns einig werden an einem starken lokalen Entwicklungskonzept?

 

Der Abschluss vom Workshop im Verkehrshaus der Schweiz 

 

Auf dem Ufer des Vierwaldstätter Sees 

 

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